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Gebrauchtwagen-Ratgeber

Alles zum Thema Gebrauchtwagenkauf

Fehler beim Autokauf kosten Sie bares Geld. Mit den Ratgeber-Artikeln und Checklisten zum Gebrauchwagenkauf können Sie viele Risiken ausschließen.

Eine kleine Hilfestellung beim Gebrauchtwagenkauf: Wenn Sie auf die folgenden Punkte achten, optimieren Sie Ihre Chancen, ein gutes Fahrzeug zu einem fairen Preis zu erwerben.

Besichtigung, Probefahrt, Dokumente und Unterlagen, die wichtigsten Aspekte beim Kaufvertrag – zu jedem dieser Themen bieten wir Ihnen einen ausführlichen Artikel an, der Ihnen den Autokauf erleichtert.

Hier die Kurzfassung der wichtigsten Schritte beim Gebrauchtwagenkauf:

Vorbereitung: Schon vor der Besichtigung können Sie vieles richtig machen: Sagen Sie dem Verkäufer, dass sie relevante Dokumente einsehen möchten. Dazu zählen nicht nur der Fahrzeugschein, sondern auch der letzte TÜV-Bericht, das Scheckheft und ggf. Rechnungen durchgeführter Reparaturen. Planen Sie eine Route für die Probefahrt, die auch schnellere Strecken beinhaltet. Und sichern Sie sich rechtzeitig Unterstützung von fachkundigen Freunden – vier Augen sehen mehr als zwei.

Rund um’s Auto: Scheinwerfer dürfen nicht von innen beschlagen sein, ungleichmäßige Fugen zwischen Türen und Karosserie weisen auf einen Unfall hin, bei ungleichmäßig abgefahrenen Reifen kann die Spur verzogen sein. Suchen Sie an den richtigen Stellen.

Der Innenraum: Checken Sie den Abnutzungsgrad von Sitzen und Pedalgummis, denn dieser sollte dem angegebenen Kilometerstand entsprechen. Prüfen Sie den Innenraum auf Feuchtigkeit – auch unter den Fußmatten. Nehmen Sie hochwertige Ausstattungsgegenstände mit in den Vertrag auf.

Der Motorraum: Wurde der Motor frisch gesäubert? Wann wurde der Zahnriemen zuletzt erneuert? Sprudelt das Kühlwasser bei laufendem Motor? Stellen Sie die richtigen Fragen, denn nur dann können Sie den wahren Wert des Fahrzeugs erkennen.

Probefahrt: Eine Fahrt sagt mehr als 1000 Worte

Ist der Wagen nach der Besichtigung noch im Rennen, kann’s losgehen: Die Probefahrt ist die Nagelprobe: Ist das wirklich Ihr zukünftiger Wagen?

Ort: Fahren Sie nicht drauf los, sondern planen Sie schon vorher eine Route. Diese sollte auch schnellere Strecken beinhalten, damit Sie das Fahrzeug in allen Geschwindigkeitsbereichen testen können.

Zeit: Bei höheren Summen lohnt sich ggf. eine professioneller Check im Prüfzentrum oder einer Werkstatt. Diese Möglichkeit besteht jedoch in der Regel nur unter der Woche.

Ablauf: Das Fahrzeug sollte stets kalt gestartet werden, bei einem warmgelaufenen Motor sind Schwachstellen schlechter zu erkennen. Spätestens zwei Sekunden nach dem Anspringen müssen alle Kontrollleuchten auf der Instrumententafel erloschen sein. Testen Sie auf einer geraden Strecke den Geradeauslauf des Wagens

Dokumente: Die wichtigsten Unterlagen beim Kauf

Nicht nur Fahrzeugbrief und -schein, sondern auch Scheckheft, das letzte TÜV-Protokoll oder Werkstattunterlagen liefern Ihnen wertvolle Auskünfte über Ihr zukünftiges Auto.

Zulassungsbescheinigung Teil I / Kfz-Schein: Hier finden Sie den Zeitpunkt der Erstzulassung, diverse technische Fakten und ggf. Informationen zu technischen Änderungen. Wenn das Fahrzeug abgemeldet ist, muss stattdessen eine Abmeldebescheinigung vorliegen.

Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugbrief: Der Brief gibt Auskunft über den rechtmäßigen Fahrzeughalter. Hier finden Sie auch die Fahrzeugnummer, die Sie mit der Nummer am Fahrzeug vergleichen können. Ältere Fahrzeugbriefe informieren auch über die Zahl der Vorbesitzer.

Betriebserlaubnis: Bestimmte Umbauten am Fahrzeug müssen im Brief/Kfz-Schein eingetragen sein – andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis.

TÜV-Bericht: Das HU-Prüfprotokoll kann auf verschiedene Mängel hinweisen (z. B. Korrosion). Prüfen Sie, ob diese Missstände behoben wurden, oder beziehen Sie diese Informationen in die Preisverhandlungen ein.

Inspektionsheft / Scheckheft: Wurden alle Inspektionen und Wartungsarbeiten korrekt und zeitgerecht durchgeführt? Ein vollständiges Scheckheft ist ein wichtiger Nachweis für die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs.

Kaufvertrag: Schwarz auf Weiß lohnt sich

Sie haben Ihr Wunschauto gefunden? Gratulation! Allerdings: Fehler beim Vertragsabschluß können hohe Zusatzkosten zur Folge haben.

Wer: Im Vertrag sollten Name, Anschrift, Personalausweisnummer und Telefonnummer von Käufer und Verkäufer festgehalten werden.

Was: Nehmen Sie alle zugesagten Aussagen des Verkäufers mit in den Vertrag auf (z. B. ob das Fahrzeug unfallfrei ist, ob es sich um ein Importfahrzeug handelt oder ob es einen Austauschmotor hat). Erwähnen Sie ggf. auch hochwertige Ausstattungsteile wie teure Felgen oder ein Soundsystem.

Wie: Lassen Sie sich vom Verkäufer den Empfang des Kaufpreises bzw. der Anzahlung schriftlich bestätigen. Quittieren Sie im Gegenzug den Empfang von Fahrzeug, Papieren und die Anzahl der erhaltenen Schlüssel.

Sicherheit: Gehen Sie auf Nummer Sicher

Die hohen Summen, um die es beim Autokauf geht, locken zwangsläufig Betrüger an. Gehen Sie daher kein Risiko ein, nur um sich ein vermeintliches Schnäppchen zu sichern.

Bargeldtransfer: Ein Bargeldtransfer (z. B. Western Union) eignet sich nicht für die Bezahlung beim Fahrzeugkauf. Mit Ihren Angaben werden Papiere gefälscht, mit denen Ihr Geld abgehoben wird. Grundsätzlich gilt: Kein Geld im Voraus!

Phishing: Phishing-Mails sind gefälschte E-Mails, in denen Sie aufgefordert werden, vertrauliche Daten preiszugeben.

Treuhand-Service: Das günstige Fahrzeug befindet sich im Ausland, und der angebliche Verkäufer versucht, Sie zur Nutzung eines Treuhand-Services oder Shipping-Unternehmens zu bewegen.

Geldübergabe: Die Geldübergabe sollte stets an einem sicheren Ort stattfinden. Lassen Sie sich nicht zu einer Übergabe in einem Parkhaus oder einer Autobahnraststätte überreden, auch wenn der Verkäufer eine Notlage vorschützt.